Mit einem Ventil kann die Durchflussmenge in einer Rohrleitung (zum Beispiel das Absperrventil am Heizkreislauf) präzise dosiert werden oder ein sicherer Abschluss gegen die Umgebung (zum Beispiel das Fahrrad-Ventil) gebildet werden.

Durch einen bestimmten Strömungswiderstand sind Ventile für einige Anwendungen nicht geeignet.
Das Ventil sollte im Normalfall dicht halten, durch Korrosion oder steigenden Druck ist es schwierig, dies immer gesichert umzusetzen.

Bei Fahrzeugen, die über einen Viertakt-Ottomotor verfügen, dient das Ventil in der Ventilsteuerung dazu, den Gasfluss zu steuern.

Auch wenn das Ventil oftmals unterschätzt, weil einfach übersehen wird, so findet es doch vielfältige Anwendungen in der Industrie, insbesondere in allen Einsatzbereichen der Pneumatik.

Auch die Beatmungsgeräte in der Medizin oder die Dialysepumpen funktionieren nicht ohne Ventil.

Das Ventil findet sich in der chemischen Industire, der Lebensmittelindustrie und in vielen anderen Gebieten wieder.

Selbst in der Natur kommt das Ventil vor, zum Beispiel in Fomr der sogenannten Herzklappen, die im Grunde ein Ventil sind.

Dass das Ventil im Umgang eher weniger bekannt ist, liegt höchstwahrscheinlich auch daran, dass in der Umgangssprache oftmals andere Ausdrücke für Ventile benutzt werden, zum Beispiel der Hahn, der Schieber oder die Klappe.

Eines haben diese Ausdrücke aber alle gemeinsam, Ihren Ursprung im Ventil.

Ventilator und Ventil

Oftmals wird die Herkunft des Namens Ventilator vom Ventil abgeleitet, doch wo am Ventilator sitzt denn das Ventil?

ventilare

ventilare ist aus dem Italienischen, heißt ins Deutsche übersetzt lüften.

Lüften ist in erster Linie die Aufgabe des Ventilators, womit sich die Namensgebung erklärt.

ventilare wird mit ventilate ins Englische übersetzt, die Übersetzung von Ventilate ins Deutsche lautet unter anderem entlüften.

Und mit dem Entlüften sind wir wieder bei der Sinngebung für das Ventil, denn dies ist die wohl wichtigste Aufgabe der Ventile.

Der Wortstamm für beide Bezeichnungen, sowohl Ventilator als auch Ventil, stammt aus dem Lateinischen und lautet ventus, ganz einfach übersetzt mit Wind.

Wind, also ventus kommt bei beiden vor, der Ventilator erzeugt im allgemeinen Wind, zum Belüften, das Ventil kann einen Wind sowohl beim entlüften erzeugen, wie auch einen Wind beim (be-)lüften in einer Rohrleitung, was im allgemeinen deutlich durch ein Zischen zu hören ist.

Auch wenn die Erklärung etwas umständlich erscheint, so hat doch die Namensähnlichkeit nur etwas mit einem gleichen Wortstamm zu tun, beide, Ventilator und Ventil, haben etwas mit lüften zu tun, aber:

Ein Ventilator ist kein Ventil und nutzt für seine Funktion auch kein Ventil.